Beate hat ein wirklich schönes Leben. Wir kennen uns schon sehr lange und haben uns nach langer langer Zeit über WKW wieder getroffen und einige nicht alltägliche Gemeinsamkeiten entdeckt…
Ist es nicht schön? – Frisch verheiratet, große Pläne, Hausbau…
Endlich ist es so weit: die Planung ist abgeschlossen; die Baufirma beauftragt; der erste Spatenstich…
Von Tag zu Tag vervollständigt sich das Bild im Neubau und die Nachbarn werden mit jeder neu eingesetzten Wand neugieriger und neugieriger… Wer kann es ihnen verübeln? Beates Mann – ein junger erfolgreicher Unternehmer – mit einer Frau aus der Großstadt, die hier auf dem Land geheiratet hat – das wirft Fragen auf!
Natürlich sind die bald neuen Nachbarn neugierig auf das Haus. Und was macht man da? NATÜRLICH: man steht den ganzen Tag daneben, klagt über die heutigen Baufirmen, MUSS helfen um dann gegen Abend, wenn die Hauseigentümer zur Tagesabnahme kommen irgendwie ins Gespräch zu kommen, eine gute zukünftige Nachbarschaft herauf zu beschweören – mit all ihren Nachteilen Vorteilen, wie Strassenfeste, Grillabende und gemeinsame Wochenenden bei der Gartenarbeit…
WELCH EIN GRAUEN!
WELCH EIN GLÜCK!
Beate ist hart im nehmen und macht ein gutes Gesicht zu einem bösen Spiel. Die Gartenplanung hat mit sofortiger Wirkung eingesetzt: wird es eine hohe Mauer mit Selbstschussanlage oder nur eine Hecke? Fallen die Würfel vor oder nach dem Richtfest? Wird es ein Richtfest geben? Und wenn JA: im Sommer oder im Winter? Fragen über Fragen und keine Antworten…
Ist es nicht schön, wenn man Nachbarn hat, die einem gerne alle Entscheidungen abnehmen und ständig gute Tipps geben und schief drein schauen, wenn man doch eigene Ideen hat und sich ihnen widmet? Natürlich kann man dankbar sein, wenn ein Nachbar Frührentner ist und alle Weisheiten in die Wiege gelegt bekommen hat…
Mal ganz im Ernst: wir leben derzeit hier in NL auch auf dem Land und die neugierigen netten Nachbarn haben uns längst durchleuchtet und wissen ganz sicher über jede Bewegung bestens bescheid, ABER: irgendwann ziehen wir wieder weg, in die Großstadt (wo auch Nachbarn sind). Wenn ich Beates eMails so lese, freue ich mich für sie, dass sie ein Haus baut – sie freut sich auch – aber ich beneide sie nicht um die ländliche Neugier der Nachbarn. Sie kann es sich quasi nicht lappen, irgendjemandem davon zu sagen, dass nun genug davon oder davon ist, das würde ein Leben in der Gemeinde von Anfang an schwierig machen.
WARUM IST DAS SO AUF DEM LAND???

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Soll ich mich outen? ich würde auch nicht mehr in die Stadt ziehen … wenn ich nur noch wüsste wie ich die Zäune und Hecken der Nachbarn einreißen könnte …
schick. würde ich auch gerne. vielleicht heirate ich ja auch mal glücklich :nerd: :nerd: :nerd:
so, jetzt muss ich aber weg, arbeite nebenbei auf ner tankstelle…
Ich lebe in einer kleinen Stadt im Sauerland. Drumherum sind sehr viel Berge (Hügel) und sehr viel Natur! Ich fühle mich auch nach den Jahren hier wie im Urlaub :sun: .
OK, ich sehe es ein 8-) trotzdem baust du ein sehr schönes haus und ich beneide dich um das leben auf dem land. wo genau lebst du? eifel? bergisches?
Nein, nicht aus Wesseling! Hab aber früher in Köln gewohnt!
Nicht aus Wesseling?
Nein, das glaube ich nicht! Bin eine alte Freundin von Luiza.
Welche Beate bist du denn? Kennen wir uns aus der Schule oder durch meinen Bruder oder so?
Ich liebe das Land, würde nie wieder in die Großstadt ziehen. Ich denke wenn man jetzt schon auf Abstand geht und die Hütte erst mal Fenster und Türen hat werden wir auch in Ruhe gelassen. Ein Schwatz hier und da ist ja Okay. Zum Glück grenzt keiner direkt an unser Grundstück, schlimm wenn jeden Tag die Nachbarin am Zaun hängt! Ist die Tür erst mal zu kann uns keiner mehr sehen :laugh:
Nicht überall. :)
O:-) Gott sei Dank! O:-)