…auf dem Weg zum Outlet in Phoenix sind uns mal wieder wunderschöne Kakteen aufgefallen und wir haben beschlossen, auf dem Rückweg vom Hwy runter zu fahren und prächtige Exemplare zu suchen.
Gesagt getan: Ausfahrt Bumble Bee schien genau die richtige und sie war es auch. 

Die Strecke schien besser zu werden. Wir waren im wohl duftendem Wald angekommen, ohne zu wissen, wann es wirklich Wald wurde. Die Luft roch gut, war weich und betörte uns. Der Weg war trotzdem stolprig und für unsere Karre überhaupt nicht geeignet. Aber er fühlte sich besser an als Berg auf und wir waren voller Zuversicht, noch vor Einbruch der Dunkelheit die Lichter der Zivilisation wieder zu erblicken…
Leider blieb es nicht so. Der Weg wurde schlimmer, meine schwarzen Augenblicke kamen wieder, aber es war ja noch hell, also durchhalten und weiter…
Aus der Ferne kam ein rotes Quad, ein weiteres Anzeichen dafür, dass die Tortur ein baldiges Ende nimmt. Das Quad wartete in einer Einbuchtung auf uns mit der Hoffnung, dass wir einen Kompressor dabei haben um einem weiteren Quad aus der Klemme zu helfen. Leider hatten wir keinen Kompressor… Das andere Wuad ist wohl auf einem der Neben – Trails liegen geblieben, denn wir haben es nicht mehr gesehen…
Dann ein Schild: 6 Miles bis zur nächsten Abzweigung. Das geht ja schnell. Froh und gespannt darüber, wie es danach weiter geht.
An der Abzweigung angekommen, trafen wir auf einen Vater mit seinem Sohn beim Lagerfeuer und auf zwei Entscheidungen: 20 Miles in Richtung Prescott “Primitve Road” oder 10 Miles nach Mayer “Mountain Curves”. Man muss dazu sagen, es sind weitere 2,5 Stunden vergangen und es dämmerte bereits.
Die Würfel sind gefallen: wir fahren nach Prescott, auch wenn es länger ist. Hier bestand die Hoffnung, durch den Wald zu fahren. Den Hinweis darauf, dass der Weg für Passagierfahrzeuge nicht geeignet ist haben wir einfach ignoriert und bereits wenige 100 Meter weiter gewendet und den anderen Weg eingeschlagen, der sich als gar nicht soooo übel heraus gestellt hat…
Als wir den Wald verliessen, war es bereits dunkel, vor uns in den Bergen herrschte ein Gewitter, das uns aber nicht bedroht hat. Auf unserem Weg scheint es bereits geregnet zu haben, es roch ganz danach. Hier und da waren Lagerfeuer angezündet und hin und wieder sah man bereits die noch 10 Miles entfernte Stadt Meyer…
Der Weg glättete sich zunehmend. Die einzige Sorge die wir noch hatten war, keine Tiere zu überfahren. Einige (4X4) Hasen kreuzten mit Höllengeschwindigkeit unseren Weg, eine Tarantula genoss ihren Abendspaziergang mitten auf dem Weg, Frösche höpften vor uns weg uns sonstiges Kleingetier huschte hier und da vor uns weg…
Kurz nach 20:00 Uhr dann das erleichternde Gefühl: Mittelstreifen auf der Strasse! STRASSE!
[evtl. Fehler BITTE entschuldigen, bin ganz durchgeschüttelt und gehe jetzt schlafen...]

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…den Trip von gestern kann ich mir allerdings doch besser vorstellen. Wenn ich nur daran denke, dass wir wenige Atemzüge davon entfernt waren, 40 Miles im Dunkeln zurück zu fahren, wird mir jetzt noch schlecht… Ausserdem schmerzen meine Rippen.
sFrauli würde es bestimmt machen. Wenn sie einmal da ist, wird sie jedenSchmerz durch die Landschaft vergessen. Das ist echt GRANDIOS.
Werde Dich doch beneiden müssen – sFrauli wird so einen Trip doch nicht gerne machen, schätze ich … ;)