The Doors Life in Cologne
Vor ewigen Zeiten schon haben wir uns die Karten besorgt, ganz und gar ohne Erwartungen auf das, was uns da bevor steht. Gestern Abend war es dann so weit: Robbie Krieger und Ray Manzarek of the Doors, Live im e-Werk in Köln! Anders als zB. bei Cat Stevens, war das Publikum gemischt, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Der Ersatz – Morrison war unglaublich nah am Original dran, er hatte eine wahnsinnig gute Stimme, war äusserlich total auf Jim Morrison getrimmt, man hatte keine Details ausgelassen, nur hatte er keine Lederhose an. Sein Bühnenauftritt war gut “geübt”, auch hier hat man an alles gedacht, sogar an ein Mikrofon mit Schnur. Die übrige Band, bestehend aus einem Hammer – Schlagzeuger und einem Bassist war ebenfalls der Wahnsinn.
Irgendwann zur Mitte des Konzertes ein kleiner Scherz von Ray M., der die wahre Fan- und Kennergemeinde von den Mainstream – Hörern abgespalten hatte: er kündigte den vermeintlich neuen Song von Robbie Kriegers neuem Solo Album an, das Singular heissen soll. Robbie K. spielte einige Minuten lang auf der Gitarre, während alle anderen kurz von der Bühne verschwanden und erst nach dem Vorspiel wieder kamen um Spanish Caravan zu vollenden. Hier war die Kennergemeinde leider kleiner; ich hatte das Gefühl, dass die meisten diesen Song noch nie gehört haben. Die Leinwand kündigte den Song scheinbar nur für echte Kenner unmissverständlich an:-)
Es gab keine T-Shirts. Manch einer wird sich gewundert haben, dass es keinen T-Shirt Verkauf gab. Ich bin nicht sicher, aber ich denke es liegt daran, dass die Band im Klinsch mit John Densmore liegt und der Schriftzug The Doors nicht im “Original” verkauft werden darf. John Densmore hat den Schriftzug der Doors entworfen und die Schrift heisst bis heute Densmore Font. Wer daran interessiert ist, HIER kann man sie mit winzig kleinen Abweichungen herunterladen:-)
Kein Foto? – leider nein. Hatte meine Kamera zwar mit, aber der Türsteher hat mich weg geschickt. Schade, aber so hatte ich eine einzigwahre Gelegenheit, einfach mal abzuschalten und alles zu vergessen.
Alles in Allem ein total gelungener Abend, gerne wieder, falls sich jemals die Gelegenheit wieder bietet:-)
Guten Start ins Wochenende!
Read More »When You´re Strange: der Film über The Doors
Wer auch immer auf The Doors steht, hat auf diesen Film wahrscheinlich schon länger gewartet. Ich hörte schon letztes Jahr davon und gestern habe ich auf Facebook entdeckt, dass es jetzt wohl so weit ist…
Ich vermute, dass er erstmal nur auf Englisch zu haben ist, aber das soll ja nicht weiter stören. amazon.de bietet lediglich die Filmmusik, bei amazon.com kann man die DVD oder BlueRay vorbestellen. Ich werde es HIERDRÜBER versuchen, mal sehen, ob sie nach Europa ohne weiteres ausliefern:-)
Hoffentlich geht das schnell. Kann es kaum noch erwarten…
Jim Morrison
Jim Morrison hat hätte heute Geburtstag und wäre 65 Jahre alt geworden…
Auf dem Bild (klick für grösser) könnt Ihr einen handgeschriebenden Song von Jim Morrison sehen, ausgestellt im Hardrock Café in New York.
Hier das Kunststück:
Jim Morrison wurde als erstes Kind von George Stephen Morrison (1919-2008) und Clara Clark Morrison geboren. Er hatte zwei Geschwister, Anne Robin (* 1947 in Albuquerque, New Mexico) und Andrew Lee (* 1948 in Los Altos, Kalifornien).
Mit vier Jahren beobachtete er einen Autounfall aus dem Wagen seiner Eltern. Ein Lastwagen war verunglückt und auf der Straße lagen verletzte und tote Pueblo-Indianer. Die Eltern hielten an und Jims Vater stieg aus, um nachzusehen, ob er helfen könne. Er wies einen anderen Anwesenden an, zu einem Telefon zu fahren, um einen Krankenwagen zu rufen. Anschließend setzte die Familie die Fahrt fort. Jim protestierte lautstark und wurde immer hysterischer, worauf der Vater ihm schließlich einzureden versuchte, Jim hätte diesen schrecklichen Vorfall bloß geträumt. Diese Szenen blieben Jim für immer im Gedächtnis und er versuchte, das Geschehene sein Leben lang zu bewältigen. In vielen Interviews erklärte Morrison später, dass in diesem Moment der Schamane in ihm geboren worden sei. Er behauptete, dass die Seelen der toten Indianer in seinen Körper gewandert seien.[1] Wegen dieses Vorfalls behauptete Morrison in der Öffentlichkeit später ebenso, dass seine Eltern bereits gestorben seien und verleugnete sie.
In dem Lied Peace Frog, veröffentlicht auf der fünften Doors-LP Morrison Hotel, arbeitete Morrison diese Vorfälle auf.
“Indians scattered on dawn’s highway, bleeding
Ghosts crowd the young child’s fragile, eggshell mind[2]”„Indianer lagen verstreut auf dem morgendlichen Highway, blutend
Geister drängten sich in den zerbrechlichen Eierschalenverstand des kleinen Kindes“– The Doors, Peace Frog, 1970